Thomas Rowlin (Maurermeister), Azim Daulati (Schüler), Szilvia Bölts (Diplom Pädagogin), Claudia Falkenstein (Betriebswirtin)

Eine Chance für beide Seiten - Schüler Azim Daulati lernt Abläufe im Bauunternehmen Falkenstein kennen

März 2018

Eine Chance für beide Seiten

Schüler Azim Daulati lernt Abläufe im Bauunternehmen Falkenstein kennen

Die Integration in einem neuen, völlig fremden Land ist ein langer Weg. Das weiß auch Azim Daulati (19) aus der Internationalen Förderklasse GIF 1A am Lippe-Berufskolleg. Der Schüler, der 2015 aus Afghanistan nach Deutschland gekommen ist, geht seit 2 Jahren in Lippstadt zur Schule. Nun hat er sich so weit eingelebt und genügend Deutsch gelernt, um sich auf die Suche nach dem passenden Beruf zu machen.

Ob eine Arbeit in der Baubranche das Richtige für ihn ist, kann er in den nächsten zwei Wochen herausfinden. Das Bauunternehmen Falkenstein hat Azim Daulati eingeladen, im Rahmen eines Praktikums den Beruf des Maurers kennen zu lernen. „Wir möchten den Schüler bei seiner beruflichen Orientierung unterstützen“, kommentiert Maurermeister Thomas Rowlin.  

Wie viele andere Unternehmen der Branche hält auch die Falkenstein Bauunternehmen GmbH stets die Augen offen nach interessiertem Nachwuchs. „Im Kennlerngespräch hatten wir einen guten Eindruck von Herrn Daulati“, so Betriebswirtin Claudia Falkenstein. „Und wir haben gemerkt: von Seiten der Schule werden die jungen Bewerber gut unterstützt.“ So hat Diplom-Pädagogin Szilvia Bölts aus der Schulsozialarbeit des Lippe-Berufskollegs den jungen Mann zum Vorstellungsgespräch begleitet und wird – ebenso wie die Klassenlehrerin - auch während des Praktikums jederzeit ansprechbar sein.

„Wir freuen uns über jeden Betrieb, der offen für ein Praktikum mit einem unserer internationalen Schüler ist. Uns ist eine gute Zusammenarbeit zwischen Schule und Betrieb wichtig, damit beide Seiten die Chance des Kennenlernens optimal nutzen können“, kommentiert die Diplom-Pädagogin. Sie ist dankbar, dass der Betrieb auch die teure Arbeitskleidung für den Praktikanten stellt. Aus so manchem Praktikum hat sich in der Vergangenheit schon eine längerfristige Zusammenarbeit entwickelt – zum Beispiel in Form einer Berufsausbildung.

Azim Daulati freut sich auf das Praktikum. Besonders interessiert er sich für Maurerarbeiten. Er wird aber auch die Tätigkeiten im Bereich Stahlbetonarbeiten und Entwässerungsarbeiten kennenlernen. Für ihn ist klar: mit diesem ersten Schritt in Richtung Beruf geht er auch einen Schritt weiter auf dem Weg der Integration.

Christine Hinrichs