Möglicher Zugang:
Hauptschulabschluss nach Klasse 9 ohne Abschluss Fachhochschulreife Hauptschulabschluss nach Klasse 10 Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) mit Qualifikation Klasse 9 eines Gymnasiums (G8) absolviert Allgemeine Hochschulreife (Abitur) Vollzeitschulpflicht erfüllt 
Möglicher Abschluss:
Berufs-/Berufsschulabschluss Hauptschulabschluss nach Klasse 10 Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife) Hauptschulabschluss nach Klasse 9 
Dauer:
3 Jahre

Bildungsgangbeschreibung

Im Bildungsgang Einzelhandel werden die beiden Ausbildungsberufe Kauffrau/Kaufmnn im Einzelhandel und Verkäuferin/Verkäufer zusammengefasst.

Der Einzelhandel zählt zu den bedeutenden Ausbildungsbereichen der Wirtschaft. Er bildet die Schnittstelle zwischen Hersteller bzw. Großhändler und dem Endverbraucher. 

Die Ausbildung erfolgt im dualen System, d. h. im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule. Der Schwerpunkt der betrieblichen Ausbildung liegt im Warenabsatz, d. h. wer im Einzelhandel arbeitet, ist für die Beratung und den Verkauf von Waren, für die Warenpflege und die Warenpräsentation zuständig. Weitere Ausbildungsinhalte sind der Wareneinkauf, die Lagerhaltung sowie das Rechnungs- und Personalwesen. In der schulischen Ausbildung werden branchen- und betriebsübergreifend die theoretischen Kenntnisse vermittelt.

Eine Verkürzung der Ausbildungszeit um sechs bzw. zwölf Monate ist bei entsprechender Vorbildung bzw. hervorragenden schulischen Leistungen möglich.

Die beiden Berufe des Einzelhandels werden nach einem einheitlichen Lehrplan beschult. Es besteht die Möglichkeit, nach Abschluss der Verkäuferprüfung nach einem weiteren Jahr den Abschluss "Kauffrau/Kaufmann im Einzelhandel" zu erlangen.

Im Juli 2004 wurde eine Neuordnung der Berufe des Einzelhandels beschlossen: beide Berufe bleiben bestehen, die Ausbildungsverordnung wurde verändert (Wahlbausteine) und der Lehrplan ist lernfeldorientiert (siehe Organisation des Unterrichtes).

Verkäufer und Verkäuferinnen

  • verkaufen Waren und Dienstleistungen,
  • informieren und beraten Kunden und bieten Service an,
  • setzen Warenkenntnisse ein,
  • platzieren und präsentieren Waren im Verkaufsraum,
  • wirken bei Maßnahmen der Verkaufsförderung mit,
  • kontrollieren und pflegen Warenbestände, 
  • bedienen die Kasse und rechnen die Kasse ab,
  • wirken bei der Warenannahme und -kontrolle mit,
  • zeichnen Waren aus und lagern sie,
  • nutzen warenwirtschaftliche Kennziffern,
  • arbeiten team-, kunden- und prozessorientiert und setzen dabei ihre Service- und Dienstleistungskompetenz ein,
  • wenden Informations- und Kommunikationstechniken an.

Aufnahmevoraussetzung

Voraussetzung für die Aufnahme in eine Fachklasse des Einzelhandels ist ein Ausbildungsvertrag. Für eine Ausbildung im Einzelhandel ist kein Schulabschluss verbindlich vorgeschrieben, empfehlenswert ist jedoch mindestens ein Hauptschulabschluss.

Prüfung

Die Einzelheiten der Prüfung nach der Neuordung werden von der IHK festgelegt.

Abschluss und Berechtigung

Zum Ende der Ausbildung nach zwei bzw. drei Jahren erhalten die Auszubildenden unabhängig von der Abschlussprüfung vor der Industrie- und Handelskammer ein Abschlusszeugnis der Berufsschule. 

Organisation und Unterricht

Unterrichtsstunden1. Jahr2. Jahr3. Jahr
Berufsbezogener Bereich
Kundenkommunikation und -service16080140
Warenbezogene Prozesse120800
Wirtschafts- und Sozialprozesse8080220
Kaufmännische Steuerung und Kontrolle080180
Datenverarbeitung4000
Englisch4000
Summe440320540
Differenzierungsbereich
nach Beschluss Bildungsgangkonferenz
Summe000
Berufsübergreifender Lernbereich
Deutsch40060
Sport8000
Religion4000
Politik40040
Summe2000100
Gesamtstundenzahl
Summe

Unterrichtsinhalte

Die Klassen des Einzelhandels werden seit dem am 1. Aug. 2004 nach dem neuen Lehrplan beschult. Im Jahr 2010 wurden die Berufe neu geordnet (gestreckte Abschlussprüfung für die Kaufleute im Einzelhandel). Im berufsbezogenen Bereich ist die klassische Fächeraufteilung zugunsten einer lernfeldorientierten Systematik aufgehoben worden. Diese Systematik orientiert sich stark an den betrieblichen Anforderungen und trägt dem Praxisbezug vor allem im ersten und zweiten Ausbildungsjahr Rechnung. Ein weiterer wesentlicher Unterschied besteht darin, dass der Anteil des Faches Rechnungswesen stark gekürzt wurde. Die Lernfelder sind in NRW zu Unterrichtsfächern, welche sich auch in den Zeugnissen wiederfinden, gebündelt worden.

Kundenkommunikation und -service

- Lernfeld 2: Verkaufsgespräche kundenorientiert führen

- Lernfeld 3: Kunden im Servicebereich Kasse betreuen

- Lernfeld 10: Besondere Verkaufssituationen bewältigen

- Lernfeld 12: Mit Marketingkonzepten Kunden gewinnen


Warenbezogene Prozesse

- Lernfeld 4: Waren präsentieren

- Lernfeld 5: Werben und den Verkauf fördern

- Lernfeld 6: Waren beschaffen

- Lernfeld 7: Waren annehmen, lagern und pflegen


Wirtschafts- und Sozialprozesse

- Lernfeld 1: Das Einzelhandelsunternehmen repräsentieren

- Lernfeld 9: Preispolitische Maßnahmen vorbereiten und durchführen

- Lernfeld 13: Personaleinsatz planen und Mitarbeiter führen

- Lernfeld 14: Ein Einzelhandelsunternehmen leiten und entwickeln


Kaufmännische Steuerung und Kontrolle

- Lernfeld 8: Geschäftsprozesse erfassen und kontrollieren

- Lernfeld 11: Geschäftsprozesse erfolgsorientiert steuern

Fremdsprache

- Englisch

Datenverarbeitung

Deutsch

Politik

Sport

Relgion


Verantwortlich für diesen Bildungsgang:
Frau Oberstudienrätin Nicole Thomann-Koppert