Gefühle ohne Worte ausdrücken - Aufholen nach Corona: Kunstprojekt am Lippe-Berufskolleg

Gefühle ohne Worte ausdrücken

Aufholen nach Corona: Kunstprojekt am Lippe-Berufskolleg

Kunst ist schön, Kunst ist Ansichtssache, Kunst spaltet die Meinungen. Kunst kann die Menschen beeinflussen und das nicht nur beim Betrachten. Sie kann eine Möglichkeit sein, sich gestalterisch zu betätigen und dabei einen Weg zu finden, Gefühle auszudrücken, Konflikte zu bearbeiten, Selbstvertrauen aufzubauen oder schwierige Lebensabschnitte zu bewältigen. „Besonders für junge Menschen mit eingeschränkten Sprachkenntnissen ist es wichtig, sich mitteilen und ihr Inneres durch Gestalten zum Ausdruck bringen zu können“, so Szilvia Bölts, die am Lippe Berufskolleg u. a. die Schülerinnen und Schüler der Internationalen Förderklassen betreut.

In Kooperation mit der Knigge Trainerin und Künstlerin Nicole Schlepphorst organisierte Szilvia Bölts für die Internationalen Förderklassen und die Klassen der Ausbildungsvorbereitung einen Kunstworkshop, in dem es um Selbstdarstellung, Wahrnehmen und Ausdrücken von Emotionen, Selbsterkenntnis und Stärkung des Selbstwertgefühls ging. Jede Klasse nahm im Frühjahr an einem Tagesworkshop im Atelier von Nicole Schlepphorst teil.

Am 17.06. wurden Werke der Jugendlichen im Rahmen einer Vernissage in der Pop Up Galerie in Lippstadt ausgestellt. Die jungen Künstler konnten viele Freunde und Familienangehörige begrüßen, die sich für ihre Arbeiten interessierten. Auch Lehrer vom Lippe-Berufskolleg waren zu Gast. Bei kalten Getränken berichteten die Organisatorinnen über das Projekt und zwei Schüler aus der Ukraine stellten den Besuchern ihre Kollagen vor.

Finanziert wurde das Projekt durch Gelder des Landes NRW, die zur Aufarbeitung pandemiebedingter Nachteile bei den Schülerinnen und Schülern genutzt werden sollen.

Christian Hippe

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Helin und Aras aus Syrien präsentieren ihre Kunstwerke gemeinsam mit Nicole Schlepphorst und Szylvia Bölts (v. l.).