Wirtschaft und Verwaltung (Höhere Handelsschule)

  • Ausbildungsdauer
  • 2 Jahre
  • Abschluss
  • Fachhochschulreife
  • Fachhochschulreife (schulischer Teil) erwerben
  • Voraussetzung
  • Klasse 9 eines Gymnasiums (G8) absolviert
  • Mittlerer Schulabschluss (Fachoberschulreife)

Die Zweijährige Berufsfachschule ist eine berufliche Vollzeitschule, die berufliche Kenntnisse im Berufsfeld Wirtschaft und Verwaltung sowie eine vertiefende Allgemeinbildung vermittelt. Sie hat das Ziel, Schülerinnen und Schüler mit der Vielfalt des Wirtschaftslebens vertraut zu machen und sie zu qualifizieren, den gestiegenen Anforderungen der Berufswelt gerecht zu werden. Sie fördert die Fähigkeit zu analytischem Denken und zum Erfassen von Struktur- und Funktionszusammenhängen ebenso, wie sie mit modernen Arbeitstechnologien vertraut macht. 

Sie ebnet den Zugang zu anspruchsvollen kaufmännischen Berufen im weitesten Sinne. Der Erwerb des schulischen Teils der Fachhochschulreife ist möglich.

Erforderlich ist der Nachweis des mittleren Schulabschlusses (Fachoberschulreife)  

oder 

die Berechtigung zum Besuch der gymnasialen Oberstufe. 

Zum Erwerb der "Fachhochschulreife - Schulischer Teil (FHR)" findet eine Abschlussprüfung in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch und  Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen (Fach des fachlichen Schwerpunkts) statt. 

Schülerinnen und Schüler haben die Möglichkeit, in dem Fach des fachlichen Schwerpunktes statt einer schriftlichen Abschlussprüfung eine Facharbeit anzufertigen (die Anmeldung muss bis spätestens Anfang Dezember des Prüfungsjahres erfolgen).

Die "Fachhochschulreife - schulischer Teil (FHR)" 

wird erworben durch erfolgreiche schriftliche/mündliche Abschlussprüfungen in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen. 

Um die volle Fachhochschulreife zu erlangen, ist neben dem schulischen Teil ein mindestens 24-wöchiges kaufmännisches Praktikum erforderlich; das Praktikum kann durch eine Berufsausbildung oder eine zweijährige Berufstätigkeit ersetzt  werden.

Die Voraussetzungen für die Anerkennung von Praktikumszeiten werden in einem Infoblatt zusammengefasst, das Schüler im Sekretariat erhalten.

Der Erwerb von Zusatzqualifizierungen in Form von Fremdsprachenzertifikaten in Englisch, Spanisch und Französisch ist möglich.

Unterrichtsstunden

1. Jahr

2. Jahr

Berufsbezogener Bereich

Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen

6

6

Volkswirtschaftslehre

2

2

Informationswirtschaft*

6/9

6/9

Physik/Chemie

--

2

Mathematik**

3+1

3

Englisch**

3+1

3

Spanisch/Französisch *

3/0

3/0

Summe

25

25

Differenzierungsbereich

 

 

Textverarbeitung

2

--

European Studies (nur Europaklasse)

2

2

 

Summe

2/4

0/2

Berufsübergreifender Lernbereich

Deutsch**

3+1

3

Politik

2

2

Religionslehre/praktische Philosophie***

--

1

Sport

--

2

Summe

6

8

Gesamtstundenzahl

Summe

33/35

33/35

 

* Klassen mit dem Scherpunkt Informationswirtschaft haben 9 Wochenstunden IW, Klassen mit der zweiten Fremdsprache Spanisch 6 Stunden. In diesen Klassen werden in beiden Jahren 3 Wochenstunden Spanisch unterrichtet.

** In den Fächern Mathematik, Englisch und Deutsch wird in der Unterstufe zusätzlich zum regulären Unterricht jeweils eine Wochenstunde zur individuellen Förderung der Schüler*innen eingeplant.

*** Statt Religionsunterricht können Schüler*innen Unterricht in praktischer Philosophie wählen.

Exemplarisch werden hier die Inhalte der betriebswirtschaftlichen Schwerpunktfächer umrissen.

Betriebswirtschaftslehre mit Rechnungswesen: 
In diesem Fach lernen die Schüler*innen eine Fülle von Entscheidungskomplexen kennen, die in einem Unternehmen von Bedeutung sind. Dazu gehören beispielsweise die Werbung für ein Produkt, die Organisation der Produktion, die Beschaffung der Geldmittel, die Entlohnung der Arbeitskräfte, die Berechnung des marktgerechten Verkaufspreises, der Aufbau einer Bilanz. 

Volkswirtschaftslehre: 
Hier werden vor allem das Wirtschaften eines ganzen Landes und zwischen verschiedenen Ländern behandelt. Die Schüler*innen beschäftigen sich mit Inhalten wie der Bedeutung des Geldes in einem Land, der Beziehung zwischen verschiedenen Sektoren einer Volkswirtschaft, der Bedeutung des Außenhandels für Deutschland oder der wirtschaftlichen Bedeutung der Europäischen Union. 

Informationswirtschaft: 
In diesem Fach lernen die Schüler*innen zusammenhängende Aufgabenbereiche eines Unternehmens kennen. Dazu wird konkret in einem kaufmännischen Modellunternehmen gearbeitet, in dem die verschiedenen Handlungssituationen abgebildet werden. Zur Bearbeitung und Präsentation kaufmännischer Handlungsprozesse wird die neue Informations- und Kommunikationstechnologie in das Unterrichtsgeschehen einbezogen. Neben Hard- und Softwarekenntnissen wird den Schüler*innen die konkrete Anwendung der Datenverarbeitung in Geschäftsprozessen vermittelt. Die Schule ist hierzu mit modernen Datenverarbeitungsanlagen ausgestattet. 


Für Schülerinnen und Schüler, die nur eine Fremdsprache gewählt haben, werden in diesem Fach Kenntnisse und Fertigkeiten im Bereich der Office-Softwareprodukte vermittelt, die über die Inhalte des o.g. Informationswirtschaftslehreunterrichts hinausgehen. Weitere Schwerpunkttehemen können sein: Datenbanken, Netzwerke, Website-Programmierung, Projektmanagement.
Schülerinnen und Schüler, die die Höhere Handelsschule mit einer Fremdsprache absolvieren, legen eine zusätzliche Prüfung zum Erwerb des Europäischen Computerführerscheins ab.

 

Leiter des Bildungsgangs ist Oberstudienrat Christian Hippe